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Wer macht sowas:
Zum einen sind die Hersteller und Konsumenten von Kinderpornografie sogenannte "Neigungstäter". Sie mißbrauchen Kinder oder beobachten den sexuellen Mißbrauch und filmen oder fotografieren als zusätzliche Stimulierung. Die so entstandenen Produktionen werden unter Gleichgesinnten weitergegeben, getauscht, kopiert. Die eher unprofessionelle Aufmachung wird als "Home-Video mit besonders authentischer Atmosphäre" verkauft. Dieses Material kommt dann später häufig in den Handel - aus finanziellen Interessen oder weil ein Tauschpartner die Filme weitergegeben hat.
Der kinderpornografische sexuelle Mißbrauch geschieht hauptsächlich im nahen sozialen Umfeld und zwar überwiegend durch den Vater, Stiefvater oder den Lebensgefährten der Mutter - so die Erfahrungen der Polizei.
Die Opfer werden mit Geld oder Zuwendung genötigt, mit Drohungen und Gewalt gezwungen, erpreßt, gekauft, belogen, ausgenutzt. Die Herstellung von Kinderpornografie läßt sich in einer Familie nur schwer verheimlichen. So wissen häufig Mütter oder andere Familienangehörige Bescheid - gelegentlich agiert die Mutter als Darstellerin mit auf den Filmen.
Die sogenannten "professionellen" Pornografiehersteller haben selbst kein sexuelles Interesse an Kindern. Das Kind ist ausschließlich "Ware", die sexuelle Gewalttat dient nur dem Geschäft. Die Händlernetze sind teilweise recht gut organisiert, verfügen über relativ sichere Vertriebswege und oft einen festen Kundenstamm.
Nach polizeilichen Erkenntnissen entstanden alle bekanntgewordenen kinderpornografischen Filme mit europäischen Opfern in einer Abhängigkeitssituation des Opfers vom Täter. Das heißt, daß die Täter in einer Position sind, die es ihnen erlaubt, langfristig und mit Autorität auf das Kind einzuwirken, die Mißbrauchshandlungen zu erzwingen und das Schweigen für längere Zeit zu sichern - sie stehen in einer Beziehung zum Kind. Es wurden bisher keinerlei Filme gefunden, in denen es zu einem spontanen sexuellen Angriff auf Kinder kam.
Zusätzlich erschütternd ist, daß fast alle Opfer von bekanntgewordenen Kinderporno-Produktionen auch an interessierte Kunden zum sexuellen Mißbrauch vermittelt wurden.
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